WM-Bronze für Max Hartung

WM-Bronze für Max Hartung

Sensationserfolg für den Dormagener Säbelfechter Max Hartung: Der 26-jährige hat bei der WM in Moskau (Russland) Bronze gewonnen und ist damit der zweite TSV-Fechter nach Nicolas Limbach, der eine WM-Medaille im Einzel erringen konnte.

Hartung gewann sein Auftaktgefecht gegen den Ägypter Ziad Elsissy souverän mit 15:8 und hatte auch im Tableau der besten 32 mit dem Kanadier Joseph Polossifakis keine Probleme. Hartung setzte sich mit 15:11 durch und zog so ins Achtelfinale ein. Dort wartete der elf Jahre ältere Aldo Montano (Italien) auf den Deutschen. Montano konnte sich zunächst auf 7:2 absetzen, bevor Hartung das Gefecht drehte und noch mit 15:11 für sich entscheiden konnte.

Im Viertelfinale zeigte der Mannschaftswelt- und Europameister im Dress des Deutschen Fechterbundes eine bärenstarke Leistung gegen den Ungarn Aron Szilagyi, die Nummer Zwei der Weltrangliste und Olympiasieger von London 2012. Hartung hatte das Gefecht von Beginn an im Griff, führte bereits zur Pause mit 8:4, setzte sich auf 14:8 ab und gewann souverän mit 15:11. Die Bronze-Medaille war damit sicher, der Finaleinzug hätte das berühmte Tüpfelchen auf dem I werden können, doch da wollte der Semifinal-Gegner des Deutschen, der Lokalmatador Alexey Yakimenko, nicht so recht mitspielen. Hartung blieb gegen den Russen, der bereits mehrfacher Welt- und Europameister ist, chancenlos und verlor deutlich 5:16. Die Niederlage trübte die Freude über Bronze im deutschen Lager allerdings nur kurz.

„Das war ein super Wettkampf von Max, der gegen Szilagyi sein Meisterstück abgeliefert hat“, lobte Bundestrainer Vilmos Szabo seinen Schützling. Im Finale setzte sich Hartungs Halbfinalgegner Yakimenko gegen den Amerikaner Daryl Homer durch.

„Ich freue mich sehr für Max, der nach Nico der zweite Dormagener ist, der eine Einzelmedaille bei einer WM gewonnen hat. Ich weiß, dass er sehr lange auf diese Medaille im Einzel hingearbeitet hat, er hat es sich verdient“, schickte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald Glückwünsche nach Russland.

Für seine Teamkollegen war indes schon früher Schluss. Benedikt Wagner, der sich am Montag noch souverän durch die Qualifikation gekämpft hatte, verlor überraschend sein erstes K.O.-Gefecht gegen Julien Medard aus Frankreich mit 9:15. Nicolas Limbach setzte sich zunächst mit 15:7 gegen den Österreicher Mathias Willau durch, musste sich dann aber der Nummer 27 der Welt, dem Koreaner Eunseok Oh, mit 11:15 beugen. Ebenfalls im Tableau der besten 32 musste Matyas Szabo die Segel streichen. Nach einem 15:10 Erfolg gegen Dmytro Boyko aus der Ukraine, verlor der Dormagener knapp mit 13:15 gegen den Italiener Luca Curatoli. „Drei Fechter in den Top 32 der WM zu haben ist ein klasse Ergebnis. Das Aus für Benedikt kam etwas überraschend, aber auf dem Niveau kann alles passieren“, zeigte sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald zufrieden mit dem Ergebnis der Herren.

Bei den Damen verfehlte Anna Limbach eine Platzierung unter den Top 16. Die TSV-Fechterin gewann zwar ihr Auftaktgefecht gegen die Französin Saoussen Boudiaf mit 15:7, konnte sich aber im 32er-K.O. nicht gegen die Griechin Vassiliki Vougiouka durchsetzen und verlor mit 10:15.