Hartung löst Olympia-Ticket mit Rang Fünf in Warschau

Hartung löst Olympia-Ticket mit Rang Fünf in Warschau

Mit einem starken Auftritt hat sich der Dormagener Säbelfechter Max Hartung beim Weltcup in Warschau (Polen) den fünften Platz gesichert und damit seine Olympia-Fahrkarte gelöst.

Hartung, der dieses Jahr ohnehin gut in Form ist, zeigte sich auch in Warschau enorm stark. Als Weltranglisten Sechster war er von den Vorrundengefechten befreit und gab sich auch in den ersten K.O.-Kämpfen keine Blöße. Hartung fegte nacheinander den Franzosen Edern Annic (15:8), den Amerikaner Jeff Spear (15:4) und den Italiener Luigi Samele (15:8) von der Planche und zog so ins Viertelfinale ein. Hier fand der Dormagener im späteren Zweitplatzierten Junho Kim (Südkorea) seinen Meister an diesem Wochenende. In einem spannenden Gefecht setzte der Koreaner beim Stand von 14:14 den letzten und entscheidenden Treffer.

„Max hat klasse gefochten. Das letzte Gefecht war bis zum Schluss offen, am Ende macht der Gegner den letzten Punkt, so knapp zu verlieren ist natürlich ärgerlich“, lobte Bundestrainer Vilmos Szabo.

Matyas Szabo, der im Tableau der besten 32 die Segel streichen musste, wurde in der Endabrechnung 21. Richard Hübers und Benedikt Wagner reihten sich auf den Plätzen 36 und 39 ein. Nicolas Limbach war aufgrund einer Verletzung nicht angetreten.

Max Hartung ist damit bereits für Olympia 2016 in Rio qualifiziert. Einen möglichen zweiten deutschen Startplatz machen beim abschließenden Grand Prix in Seoul (24./25.03.) Matyas Szabo, Benedikt Wagner und Nicolas Limbach untereinander aus.

Im abschließenden Team-Wettbewerb wurde das Deutsche Quartett Dritter. Matyas Szabo, Richard Hübers, Max Hartung (alle Dormagen) und Maximilian Kindler (Eislingen) siegten zunächst souverän mit 45:23 gegen Belgien und ließen anschließend auch den Ungarn mit 45:42 keine Chance. Im Halbfinale scheiterte das deutsche Team dann hauchdünn mit 44:45 an Russland. „Diese Niederlage ärgert mich ein bisschen, da wir klar auf Finalkurs waren. Das darf eigentlich nicht passieren“, so Bundestrainer Vilmos Szabo. Im „kleinen Finale“ kam es zu einem versöhnlichen Abschluss. Hartung & Co. Setzten sich mit 45:40 gegen Italien durch.